RE: Am Donaufeld - die letzten Äcker sollen zubetoniert werden!
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Wenn die Lese im Weinberg beginnt und reife Früchte die Äste der Bäume auf ihre Stabilität prüfen, bleibt oft nur wenig Zeit für den Blick in die digitale Welt. Verspätete Reaktionen bleiben da nicht aus.
Hier lieferst du ein wunderbares Beispiel für den vom Kapital gefütterten Idiotismus. Zuerst zubetonieren, um im Nachhinein wieder aufzureißen, weil bemerkt wird, dass auf totem Land kein Leben möglich ist. Eine Frage sollte aber dennoch nicht unberücksichtigt bleiben: „Was muss ich für den Quadratmeter bieten, dass der Obst- und Gemüsebauer freiwillig sein Feld räumt?“
In meiner erweiterten Umgebung machte vor Jahren das Gerücht die Runde, Kaufland, Lidl und IKEA seien nahe dem Autobahnzubringer auf der Suche nach Bauland. Quasi über Nacht wuchsen neben den Getreide- und Kartoffeläckern Schilder in die Höhe, auf denen bekundet wurde, dass man Verhandlungen nicht abgeneigt wäre. Schließlich müssen Kartoffeln Jahr für Jahr gepflanzt werden, um eine Ernte einfahren zu können. Ein Verkauf dagegen bringt Kohle in die Haushaltskasse, ohne den Traktor einmal starten zu müssen. Die Weitsicht schaltet sich immer ab, wenn das Geld die Regie übernimmt.