Kräuterkunde: Echtes Mädesüß - Filipendula ulmaria

Selbst habe ich die Pflanze noch nicht bewusst gefunden, doch, da ich von ihr vor ein paar Tagen geträumt habe, wollte ich ihr nun ein Beitrag widmen um dann selbst auf den kommenden Fund gefasst zu sein.

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Geist der heiteren Gelassenheit

Systematik

  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Gattung: Filipendula
  • Art: 15 Arten innerhalb der Gattung, z.B.
    • Kleine Mädesüß (Filipendula vulgaris) (gefährdete Pflanze und Verbot sie zu sammeln)
    • Amerikanisches Mädesüß (Filipendula rubra) (nicht heimisch) hier ein Bild, wobei das Bild aussieht wie die nachfolgende Art...
    • Rosa Mädesüß (Filipendula purpurea)
    • Palmblättriges Mädesüß (Filipendula palmata)
    • Sumpf-Mädesüß (Filipendula ulmaria)

Die genannten Arten haben dann wiederum Unterarten.

Es heißt auf einer Seite, dass nur 4 Arten des Mädesüß als Heilmittel gelten und die anderen lediglich als Zierpflanzen. Unter den heilenden Kräutern fallen:

  • Sechsblättriges Mädesüß
  • Handblättriges Mädesüß
  • Ulmenblättriges Mädesüß
  • Kamtschatka-Art

hier die genannte Seite. Allerdings nennt sie keine wissenschaftlichen Begriffe, weshalb es mich erschwert, Nachforschungen zu betreiben. Dafür zeigt sie zu jeder Art Bilder. Vollständigkeitshalber erwähne ich die Website dennoch.

Auf vielen vielen Seiten wird die Heilkraft des Echten Mädesüß betont.

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Volkstümliche Namen

  • Bärmutterstrauß (Böhmerwald)
  • Bärmutterkraut
  • Bacholde
  • Beinkraut
  • Beintrost
  • Bocksbart (Ziegenbart)
  • Beielichrut
  • Frauenkraut (Gotha)
  • Federbusch
  • Federblume
  • Falscher Holler
  • Geißbart
  • Geißletere
  • Honigblüte
  • Immenkraut
  • Johanniswedel
  • Krampfkraut (Elsass)
  • Mälkraut
  • Mehlkraut
  • Metkraut
  • Roter Steinbrech
  • Rüsterstaude
  • Spiertaude (lat. spira = Spirale; wegen Form der Früchte)
  • Spierstrauch
  • Stopparsch
  • Sonnenwendkraut
  • Sunnawendfäden (Steiermark)
  • Sumpfspiren
  • Wiesenschönchen
  • Wiesenkönigin
  • Wilder Flieder
  • Wiesengeißbart
  • Wiesenaspirin (wegen der enthaltenen Salicylsäure)
  • Waldbart
  • Wurmkraut

weiterer wissenschaftlicher Begriff:

  • Spiraea ulmaria L.

engl.: queen of meadows
ital.: Olmaria
dän.: Engdronning
pol.: Tawula
russ.: Tawolga
früheres skandinavisch: mjödurt (Metkraut)

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Namensherkunft

Der Gattungsname "Filipendula" stammt von lat. "filum" = Faden und "pendulus" = hängend ab, was sich auf die von den Wurzeln hängenden Knöllchen bezieht.

Der Artenname "ulmaria" kommt von der Ähnlichkeit mit Ulmenblättern.

Der weitere wissenschaftliche Begriff für das Mädesüß "Spiraea ulmaria" und der volkstümliche Name Spierstrauch hat die Pflanze dahingehend erhalten, dass die Früchte spiralförmig gedreht sind. Andererseits soll der altgriechische Begriff "Spiraea" Gewinde bedeuten und Bezug auf den Brauch nehmen, in dessen die Pflanze zu Girlanden geflochten wird.
"spirea" kommt vom lateinischen spira = Spriale.

Der heute gebrauchte Name des Mädesüß hat seinen Ursprung nicht vom "Mädchen" und so gar nicht vom "süßen Mädchen". Es hat richtiger damit zu tun, dass in damaliger Zeit Getränke, darunter auch Met, mit den Blüten des Krauts gesüßt wurden.
So steht "Mäde" im Althochdeutschen für "honigsüß". Beim Mähen ("mahd") soll die Pflanze süß duften. Eine andere Herleitung wäre "medu" = Met und "swa-du" = geschmackgebend, also die Zutat des Honigweins.

Andererseits ist die Herleitung von der "Süße Maid" gar nicht so fern, wie oft behauptet wird.
Denn in der keltischen Mythologie heißt es, dass Gwydyon und Math aus Eiche, Ginster und Mädesüß das weibliche Zauberwesen Blodeuwedd ("aus Blumen geboren" oder "Blumengesicht") erschaffen, was ein überaus hinreißendes Mädchen war. Das Mädchen heiratete dann den Neffen des Gwydyons, welcher Llew Llaw Gyffes hieß.

Der Volksname Wiesengeißbart mag wohl daher stammen, dass die cremeweißen Blüten an Ziegenhaare erinnern. Ein andere Möglichkeit der Herkunft des Namens rührt daher, dass Ziegen die Blätter und Blüten des Mädesüß fraßen.
Ähnliche Herkunft hat der Name "Waldbart", der womöglich von den Blüten stammt, die an einen weißen Bart erinnerten.

"Immenkraut" deutet darauf hin, dass es sich beim Mädesüß um eine hervorragende Bienenweide handelt.
Und der harsche Begriff "Stopparsch" beteuert die Wirkung gegen Durchfall.

Plinius nannte die Pflanze "rodarum".

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Mythologie/Geschichte

Selbst die alten Römer und Germanen waren kundig über das alte Heilkraut, das Echte Mädesüß. Den Überlieferungen der Römer zufolge war das Mädesüß den Germanen ein heiliges Kraut. Bereits den Druiden, welche die eigentlichen Vorreiter von Kräuterwissen und Volksheilkunde waren, war dieses Heilmittel wohlbekannt. Die Kelten schrieben dem Mädesüß, welches eines von DEN 4 Kräutern (neben den Mädesüß die Mispel, der Wasserminze und dem Eisenkaut) ist, besonders hohe und mannigfaltige Kräfte zu.
Der Hildegard von Bingen war es wohl auch familiär, weshalb sie es in Klostergärten kultivierte und für Umschläge gegen Schmerzen aller Art anwendete. Ebenso heißt es, dass sie das Kraut in Wein einlegt, nicht um diesen zu süßen, sondern um daraus schmerzlindernde Umschläge herzustellen. Als harntreibendes Mittel und zur Entwurmung hat sie das Kraut genauso genutzt.

Dabei war das Mädesüß allerdings in den großen Kräuterbüchern des Mittelalters bruchstückhaftig beschrieben. Die Anwendung zur Schmerzlinderung fand dabei kaum Berücksichtigung. Im Kräuterbüch von P.A. Mattioli und im Gart der Gesundheit wurde das Mädesüß als "Roter Steinbrech" bekannt gegeben und vorzugsweise der Fallsucht (Epilepsie), Beschwerden des Harnflusses und bei Husten nahegelegt. Dafür wurde es zumeist in Wein gesotten und mit Honig gesüßt.

Sowie das Mädesüß früher zum süßen von Honigwein (Met) verwendet wurde, wird heute es noch immer in England zum würzen von Bier und Wein verwendet.

Adam Lonitzer (1527-1586), ein Arzt und Botaniker, gibt den Mädesüß in seinem Kräuterbuch auch den namen "Roter Steinbrech" und berichtet: «Dieses Krauts Wurzel ist gut für den Stein, desgleichen denjenigen, die mit Mühe harnen und Lendensucht haben.»

"Circa instans", das erste "Europäische Arzneibuch", hat dem Mädesüß ein eigenes Kapitel gewidmet und schreibt ihnen die Eigenschaften zu, dass sie ein harntreibendes Mittel ist, bei Durchfall, Erkältungen und Bluterkrankungen, sowie Rheuma hilft.

John Gerard, ein britischer Wissenschaftler des 16. Jahrhundets, rät bei Viertagefieber einen Wein mit Mädesüßblüten. Der Tee wird aus den Blüten sowie Wurzeln gekocht oder ein Kaltauszug angefertigt. Getrunken hilft beides bei Fieber, innere Schmerzen, Blasen- und Nierenerkrankungen und äußerlich aufgetragen auf Wunden, Schwellungen, Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen.
Traditionell findet Mädesüß im Iran Anwendung gegen Arthrose, Arthritis, Rheumatismus, Magen-Darm-Beschwerden, gegen Leberstörungen und gegen Gicht.

In der frühen Neuzeit, also um das Jahr 1800 herum, galt die Pflanze auch als Gallenreinigungsmittel, wie auch um gegen Geschwüre zu wirken, also Dornen aus der Haut zu treiben. Sowie v.a. die Blätter um den Harntrieb zu steigern.

Laut einer Quelle gab es bezüglich den Heilwirkungen des Krautes auch falsche Vorstellungen. Dabei bezieht der Autor sich auf die Anwendung in Russland, wo die Menschen die Wurzel des Krautes nutzten gegen den Biss tollwütiger Hunde, was laut des Autors eine sinnbefreite Anwendung sei. Woanders steht dann wiederum, dass die Pflanze bei Bissen tollwütiger Hunde eingenommen wurde. Wiederum woanders steht geschrieben, dass die Kelten Mädesüß auf offene Wunden legten, wenn ein Mensch von einem tollwütigen Tier gebissen wurde.

Mythologisch gesehen hat die Pflanze ihren Stellenwert als Liebespflanze, die auch dazu diente böse Geister fernzuhalten. In der Nacht der Sonnenwende war es Brauch die Pflanze zu sammeln und daraufhin auf die Balken von Häusern und Ställen zu hängen oder auf den Boden des Hauses zu streuen um einen angenehmen Geruch in diesen Gebieten zu erzeugen und um den Schutz der Maria zu bitten. Im Haus gestreut soll sie den häuslichen Frieden wahren. Auch war es sehr beliebt die Blüten des Mädesüß im Liebesgemach, sowie in Festhallen und Tanzböden zu verstreuen um "die Sinne zu erfreuen und das Herz glücklich zu machen". Als Bodenstreu verwendet war das Mädesüß im Mittelalter beliebt.
An alte Sitten angelehnt reinigen die Imker von heute ihre Bienenstöcke mit Mädesüß, um ihre Bienchen ein wohliges Zuhause zu bieten.

Die Pflanze im Brautkleid getragen diente dazu den Schutz der Jungfrau Maria zu erhalten. Seine herrlich aussehenden zarten und leuchtenden Blütenstände wurden zu Kränzen gebunden, welche die Braut bei der Hochzeit auf den Kopf trug um das Glück anzuziehen.

So ist die Pflanze im Christlichen der Jungfrau Maria geweiht. Maria selbst ist es in der christlichen Mythologie, die das Mädesüß aussähte.
Und im keltischen ist sie der Göttin Danu zugeschrieben.

Weitere Bräuche sind, dass das Kraut bei der Suche zur "wahren Liebe" dienlich sein kann. Es wirkt aphrodisierend, wodurch Frauen die Liebe ihres Lebens begegnen können; da sie das Öl eingeatmet haben wurden sie attraktiver.
Ein häufiger Einsatz fand die Pflanze vor allem bei Liebesräucherungen.
Mit dem Mädesüß orakelte man auch. In der Mittsommernacht sammelte man sie und die Blüten wurden ins Wasser geworden. Dadurch erfährt man, wer einen bestohlen hatte: Wenn es ein Mann gewesen ist, dann versanken die Blüten. Doch wenn der Dieb eine Frau war, so schwammen sie auf der Wasseroberfläche.

Ein Aberglaube bezüglich des Krautes ist, dass sie den Namen Wiesenkönigin erhielt wegen den Blütenelfen, die in und um die Blüte auf den Wiesen leben sollten. Vor allem auf den keltischen Inseln war dies von hoher Bedeutung. Nachts spielen die Feenwesen mit den Blumen und pflegen das Blümelein. Dabei sind die Blüten ihre federweichen Betten.

Amulette, Anhänger und Edelsteine könne man energetisch mit Mädesüß aufladen.

Räucherwerk

Die Druiden verräucherten das Mädesüß zu Sonnenwendfeiern um böse Geister und Dämonen fernzuhalten.

  • Reinigung und Segnung von Räumen
  • Neutralisierung von unerwünschten Energien

Es fördere die innere Ruhe, Wachheit des Geistes und soll uns in die eigene Mitte kommen lassen.
So soll auch ein Strauß der Blüten des Mädesüß vor Unheil schützen können.

Blütenessenz

Die Essenz der Blüten von Mädesüß ist dabei dienlich sich der vielen Sorgen um das Geld ledig zu machen. Dabei verringert sie den Geiz und macht den Anwender großzügig. Desweiteren fördert sie das Urvertrauen, macht freundlich und wirkt entspannend.
Behutsam öffent die Mädesüß-Essenz den Schutzpanzer und ist ein hervorragendes Hilfsmittel für übersensible Menschen um ihr Selbstvertrauen aufzubauen und sich im Leben durchzusetzen. Auch tröstet sie und gibt Geborgenheit. Dabei hilft sie zu teilen und sich mitzuteilen.

magische Sammelzeit

Vollmondnacht

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Inhaltsstoffe

  • Acetylsalicylsäure (= Aspirin)
  • Ätherische Öle
    • mit 75 % Salicylaldehyde und
    • Salicylsäuremethylester (dieses und das vorher genannte reagieren mit Cyclooxygenase, was zur entzündungshemmenden Wirkung führt)
  • Flavonoide (fiebersenkend, schweißtreibend, harntreibend) (in Blüten bis zu 6%, im blühenden Kraut 3-4%)
  • Gerbstoffe
    • Rugosin (anticanerzogen) (Bestandteil der Gerbstoffgruppe der Ellagitannine)
    • 10-15 % Ellagitannin (schleimhautschützend) und
    • Gallotannin
  • Gerbsäure
  • Heliotropin (in Wurzeln)
  • Kieselsäure
  • Methylsalicylat (in Wurzeln)
  • Phenylglykoside
    • bis zu 0,5 % Monotropitin und
    • Spiraein
  • Schleim
  • Salicylsäure (freie) (= Vorstufe vom Salizylaldehyd (Hauptbestandteil von Aspirin))
  • Salicylsäurederivate (Phenolglykoside wie Monotropidin und Spiraein)
  • Vitamine
    • Tocopherol
    • Ascorbinsäure (antioxidativ, entzündungshemmend)
  • Zitronensäure (in Wurzeln)
  • Vanillin

Mädesüß wird manchmal trotz Unverträglichkeit gegenüber Aspirin vertragen, da es eine natürliche Quelle dieses Stoffes ist.
Das künstlich synthetisierte Aspirin stammt aus der Isolierung der Salicylsäure aus Mädesüß und Silberweide.

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Wirkungen

  • antioxidativ
  • anticanerzogen
  • adstringierend
  • antimikrobiell
  • blutverdünnend
  • entspannend
  • entzündungshemmend
  • fiebersenkend
  • harntreibend (leicht)
  • immunmodulierend (wegen Flavonoiden)
  • krampflösend
  • kräftigend
  • stimmungsaufhellend
  • schleimhautschützend
  • schweißtreibend (leicht)
  • schmerzlindernd
  • stressreduzierend
  • wundheilungsfördernd
  • zusammenziehend

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Anwendungsgebiete

  • Akne
  • Arthritis
  • Blasenbeschwerden
  • Blähungen
  • Brechreiz
  • Beschleunigung des Herzschlags
  • Bandscheibenbeschwerden (mit Tinktur einreiben)
  • Chronische Kopfschmerzen
  • Cellulite
  • Durchfluss
  • Durchfall (in größerer Menge die Wurzeln gegessen, lösen sie Verstopfung aus)
  • fieberhaften Erkältungskrankheiten (wissenschaftlich anerkannt): Bei Fieber ist oft eine Kombination mit schweißtreibenden Heilpflanzen sinnvoll, wie: Lindenblüten und Holunderblüten
  • Entzündungen, innerlich
  • Gicht
  • Gallenkolliken, wie Gallensteine
  • Gelenkschmerzen (leicht) (mit Tinktur einreiben)
  • Hautkrankheiten
  • Harnfluss
  • Hexenschuss (mit Tinktur einreiben)
  • Ischiasschmerzen (mit Tinktur einreiben)
  • Juckreiz (Waschungen)
  • Kopfschmerzen
  • Krämpfe
  • leichter Sonnenbrand (Waschungen)
  • Masern, Mumps, Röteln
  • Magengeschwüre
  • Magenschleimhautentzündung
  • Muskelschmerzen (mit Tinktur einreiben)
  • Muskelkrämpfe
  • Narbenheilung
  • Nierenbeschwerden
  • Rheuma
  • Schüttelfrost
  • Schmerzmittel
  • Schweißtrieb
  • Sodbrennen (da der Tee Magensäure verringert)
  • Übersäuerung
  • Übelkeit
  • Wundheilung
  • Verdauungsbeschwerden (z.B. Reizdarm)
  • Völlegefühl

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Anwendungsbeispiele

frisch als auch getrocknet

  • Aromatisieren von Schlagsahne
  • Badezusatz
  • Brei (aßen unsere Vorfahren als Süßspeise)
  • Blutreinigungsmittel (4 Tassen Tee als Kur für 1 Woche)
  • Butter-Gewürz
  • Cremes (Blüten)
  • Dessertbeilage (Blüten)
  • Dampfbäder-Zutat
  • Duftsäckchen
  • Eis (Blüten)
  • Fußbad (bei geschwollenen Beinen und Füßen)
  • Farbstoff: aus den Wurzeln wird schwarz, aus Spitzen grün und aus Blätter blau
  • Gewürz in Fisch- und Wildgerichte
  • Gemüse (junge Blätter und gedünstete Wurzeln)
  • Gelees
  • Gesichtswasser
  • Körperpflege
  • Kräuterlikören
  • Kräuterwein
  • Kompott
  • Kompresse (bei geschwollenen Beinen und Füßen)
  • Kosmetik (aufgrund beruhigender, regenerationsfördernde, entzündungehemmende Wirkung, Quelle)
  • Limonaden (Blüten)
  • Pudding (Blüten)
  • Tee (in Kombi mit Pfefferminze bei Kopfschmerzen) (neben Holunderblüte, Weidenrinde und Lindenblüte ist es Bestandteil von Erkältungs- und Grippetees)
  • Tinktur
  • Spinatähnlich (Blätter)
  • Suppen (Wurzel)
  • Smoothies (Blüten)
  • Salbe
  • Sirup
  • Salate (vorrangig Obstsalate, Wildkräutersalate)
  • Vollbad-Zusatz
  • Wildkräuterquarks
  • Zuckerersatz (die Blüten)

Als Nachspeise serviert werden die Blüten gerne in der belgischen und französischen Küche.

Tagesdosis Innerlich:
2-4g = Erwachsene
75% = 4-10 Jahre
50% = 1-4 Jahre

Die Homöopathie wird aus den frischen Wurzeln zubereitet.

verwendete Pflanzenteile

  • ganzes Kraut
  • Wurzeln
  • Blätter
  • Blüten

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Merkmale

  • Wuchseigenschaften: winterhart, mehrjährig, sonnig bis schattiger Bereich, kann sich nach Trockenstress selten erholen, horstig, ausläuferbildend
  • Wuchshöhe: 0,8 m - 2 m
  • Kalkbedarf: mäßig bis leicht erhöht
  • Boden: nährstoffreicher Humus, lehmig, locker, leicht saurer pH-Wert bis neutral, feucht und nass ohne Staunässe
  • Wurzel: rot-braun, kriechend, feinen und leichten verholzten Wurzelsträngen, daran befinden sich kleine herabhängende Knollen
  • Stängel: kantig, rot bis rötlich, nur wenig verzweigt und wenn dann im oberen Teil
  • Blätter: erinnern an große Rosenblätter, dunkelgrün, wechselständig, fein gesägt, Unterseite silbrig und leicht behaart, unpaarig gefiedert (Federblume) und teilen sich am oberen Ende in mehrere Lappen, deutlich sichtbaare Blattadern und verlaufen asynchron
  • Blüten: leuchtend cremeweiß, in doldenähnlicher Anordnung, meist aus 5-6 Kronblättern, Blütenstand ist eine Spirre
  • Früchte: kleine spiralig gekrümmte Nüsschen in dessen die Samen harren, bis zu 3 mm große Früchte
  • Duft: erinnert an Marzipan, Honig, Bittermandel und Vanille
  • Geschmack: Blüten süß, mandelartig, filigran sauer; Blätter leicht würzig, nussig und medizinartig; Wurzel erinnert an arzneiliches Mundwasser, süßlich und pastinakenähnlich; getrocknetes Kraut bitter

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Vorkommen

  • Europa
  • Nordasien
  • Mittelasien

Fundorte

  • Auenwald
  • am Fuß von Eschen
  • Erlenwälder
  • feuchte Wiesen
  • Flussufer
  • Gräben
  • Gartenteich-Nähe
  • Moorgebieten
  • Sumpfzone
  • Wassergräben

Wächst gerne neben:

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Sammelhinweise

  • Aussaatzeit: Aussaat Januar bis März und ins Freie pflanzen Mitte Mai
  • Blütezeit: Blätter sprießen bereits Ende Februar, Blüten erscheinen Juni bis Oktober
  • Sammelzeit: Mai - Oktober
  • Früchtesammelzeit: ab Oktober
  • Trocknung des Krautes: Aufgehangen
  • Insekten: gibt kein Nektar, allerdings Pollen im Überfluss; Raupen des Mädesüß-Perlmuttfalters, weitere Schmetterlinge und Insekten
  • Geschützt?: Nirgends als geschützt erwähnt, dahingehend schließe ich es aus und denke, dass nur das Kleine Mädesüß gefährdet ist.
  • Nebenwirkungen: Es ist möglich, dass Mädesüß ASS- Medikamente hemmt und abschwächende Wirkung auf NSAR-artige Substanzen hat.
    Falls du eine Überempfindlichkeit oder Unverträglichkeit auf Salicin, Salicylate und Salicylsäure hast, solltest du Mädesüß nicht anwenden. Also, wenn du Aspirin nicht verträgst, sollte Mädesüß nicht eingenommen werden, denn es enthält Salicylate, das sind die Salze der Salicylsäure (Allerdings sind die im Aspirin enthaltenen Stoffe synthetisiert, also chemisch, und die in der Pflanze rein natürlich, was ein großer Unterschied ist). Schwangere, Stille und auch Asthmatiker sollten auf Mädesüß auch verzichten oder zumindest ihren Arzt befragen.
    Da die Pflanze gerinnungshemmende und magenreizende Salicylsäurederivate beinhaltet, sollten rohe Blätter (z.B. in grünen Smoothies) nicht massenhaft konsumiert werden, da dies Magenbeschwerden, Übelkeit oder Sodbrennen auslösen kann. Als fein dosiertes Würzkraut oder für Infusionen (Auszüge in Flüssigkeiten) eignet es sich eher.

Verwechslungsgefahr

  • Holunder wegen den Blüten
  • Nelkenwurz wegen den Blättern
  • Linde wegen den Blüten
  • Goldrute
  • Himbeer (blätter)
  • Giersch
  • Waldgeißbart (Aruncus dioicus) (schwach giftig wegen Blausäure-Glycoside) (geruchslos, andere Blattstruktur, kleinere Blüten, wächst eher im schattigen Bereichen)
  • Gefleckter Schierling (giftig) (unangenehmer Geruch, feiner zerteilte Blätter)
  • andere Doldenblütler

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Oberes ist Mädesüß
Unteren zwei sind Himbeere

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Vor der Blüte kannst du auf die Blattstiele schauen diese sind bei Himbeere grün. (Die Blattstiele des Mädesüß sind rot, was man im Bild vor der Mythologie Überschrift sieht)

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Quellen:
keines der Bilder sind von mir geschossen
t.me/kruterhexe
t.me/pflanzenheilkunde
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Hinweis !

Bei Verbesserungsvorschlägen, Fehlern und Inspirationen bitte ich um Korrektur. Der Beitrag ist nicht vollständig und es ist noch lange nicht alles über diese Pflanze gesagt.
Dieser Beitrag dient nicht als Heilversprechen, sondern als Zusammenstellung, was ich über die Pflanze im Internet finden konnte. Das bedeutet auch, dass nicht alles, was über die Pflanze gesagt wird, auch komplett der Wahrheit entsprechen muss. Wenn du die Pflanze einnimmst, bedeutet es nicht, dass du automatisch von all deinen Krankheiten befreit bist, doch du kannst sie als Begleitmittel nutzen und um dich wieder mit der Natur zu verbinden.

Da ich für Eigenverantwortung bin, wünsche ich mir, dass ihr euch selbst informiert, wenn ihr eine Pflanze einnehmen wollt, und nicht nur auf diesen Beitrag vertraut, sondern euren eigenen Weg findet mit der Natur zusammenzuarbeiten.

Dann wünsch ich euch viel Spaß bei eurer Reise mit der Natur :)



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